Im Lorscher Codex wurde Wallstadt 767 erstmals
urkundlich erwähnt
und als Walahastatt bezeichnet.

Nach der Reformation wurde 1556 die Petruskirche den Evangelischen
zugewiesen. Sie wurde im 30jährigen Krieg zerstört und erst 1791
wieder aufgebaut. Der Turmfuß ist der älteste Kirchenteil in
Mannheim.
Die
katholische Christ-König-Kirche wurde von 1911 bis 1913
erbaut, 1943 zerstört und 1950 bis 1952 wieder aufgebaut. Ihr Vorläufer
war seit 1767 das Oswaldkirchlein an der Ecke Mosbacher Straße/Oswaldstraße.
Nach seinem Abbruch wurde das Portal in die Rückseite der heutigen Volksbank
eingefügt.
Die Vorgänger der heutigen Wallstadtschule waren kleine
konfessionelle Schulen. Ab 1838 durfte das 1. OG im neu gebauten Rathaus mitbenutzt
werden. 1895 bauten die Wallstädter an der heutigen Römerstraße
einen Neubau, dem 1935 laut Eingemeindungsvertrag ein neuer Flügel angefügt
wurde, der im Jahr 2000 nochmals erweitert wurde.

Der Wallstadter Wasserturm wurde 1905 als Wasserspeicher gebaut.
Mit 45 m ist er ist der höchste Turm in Wallstadt und zeigt der Bevölkerung
mit seiner Windfahne an, woher der Wind weht.
Einer der letzten Bürgermeister vor der
Eingemeindung Wallstadts im Jahr 1929 hieß Hecker. Er hatte
seinen Sitz im Rathaus und war gleichzeitig der Dorfschulze. Er
wohnte direkt neben dem Rathaus im Wamboldschlösschen.
Dieses Gebäude war seit 1457 im Besitz der Schwende (Adelsgeschlecht
in Weinheim) und wurde dann an die Freiherrn von Wambold/Umstadt
verkauft, die 1606 einen Turm errichteten und 1757 das heutige
Gebäude für ihren Vogt erbauten. Die Turmhaube wurde
leider 1970 entfernt.

Man erzählt sich, dass dort, wo heute der Taubergrund ist,
in früheren Zeiten die Schweine von einem Schweinehirten gehütet
wurden. Im Volksmund wurde das Gebiet deshalb auch lange Sautanz genannt. Etwas
weiter östlich wurde früher nach Kies gebaggert. In dem so entstandenen
Loch wurde später zunächst ein Sportplatz errichtet, heute ist dort
ein Kinderspielplatz.
Wallstadt wird in Mannheim auch als früheres Maurerdorf bezeichnet.
Viele von ihnen trugen den Namen Jakob, was abgeleitet zum Namen
des Wallstadter Karnevalsvereins beitrug.

Bereits ab 1909 brauchte man nicht mehr auf Schusters Rappen zum Feudenheimer Dampfbähnle laufen,
sondern konnte ab dem Wallstadter OEG-Bahnhof „uff Monnem“ fahren.
Wussten Sie schon, dass Wallstadt-Nord ein biologisch-ökologisches
Baugebiet ist?
Das Plangebiet umfasst ca. 17 ha und ist damit die größte zusammenhängende ökologische
Wohnfläche Deutschlands. 1997 wurde mit dem Bau der Infrastruktur und
1998 mit dem Bau der ersten Wohnhäuser begonnen. Im Endstadium soll das
Gebiet 650 Wohnungen beherbergen und damit die Einwohnerzahl Wallstadts auf
ca. 10.000 Einwohner erhöhen.
Autor: Heinz Lang |
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